Kommunalfinanzen ohne Vorwissen

Kommunalfinanzen einfach erklärt

Plan, Ist, Ertrag, Einzahlung, Transferaufwand: Der Bonner Haushalt nutzt eine eigene Fachsprache. Hier können Sie Begriffe nachschlagen und aus jedem Report direkt zur passenden Erklärung springen.

Von Abschreibung bis Zweckbindung

Begriffe nachschlagen

87 Erklärungen in Alltagssprache. Jeder Begriff hat eine feste Linkadresse – zum Beispiel Plan und Ist oder Innere Verwaltung.

Alle 87 Begriffe werden angezeigt.

Alle Begriffe nach Themen

Grundlagen

Anlagevermögen

Vermögen, das der Stadt langfristig dient.

Dazu zählen insbesondere Grundstücke, Gebäude, Infrastruktur, technische Anlagen und Beteiligungen. Anlagevermögen ist nicht kurzfristig als Zahlungsmittel verfügbar.

Anzahlungen und Anlagen im Bau

Noch nicht fertiggestellte oder noch nicht endgültig zugeordnete Anlagen.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Aufwand

Ressourcenverbrauch, der einem Haushaltsjahr wirtschaftlich zugerechnet wird.

Aufwendungen mindern in der Ergebnisrechnung grundsätzlich das kommunale Eigenkapital. Sie können zu einer Auszahlung führen, aber Zeitpunkt und Betrag müssen nicht übereinstimmen.

BeispielAbschreibungen sind Aufwand ohne Auszahlung im Abschreibungsjahr.

Bauten auf fremdem Grund und Boden

Bauten der Stadt auf Grundstücken Dritter.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Bebaute Grundstücke und Rechte

Der größte Teil der städtischen Gebäude wird beim Städtischen Gebäudemanagement bilanziert.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Zum Beispiel Büro-, Schul-, Werkstatt- und Betriebsausstattung.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Bilanz

Bestandsaufnahme von Vermögen, Eigenkapital und Schulden zu einem Stichtag.

Während Ergebnis- und Finanzrechnung ein ganzes Jahr beschreiben, zeigt die Bilanz den Stand an einem bestimmten Tag, meist am 31. Dezember. Beide Seiten der Bilanz müssen gleich groß sein.

Bonn-Netz

Bonn-Netz ist die Netzgesellschaft im SWB-Verbund und eine Tochter der EnW.

Die Bonn-Netz GmbH betreibt insbesondere die Strom- und Gasnetze und erbringt weitere Netzdienstleistungen. Netzbetrieb und Energieverkauf sind rechtlich getrennt. Deshalb führt Bonn-Netz einen eigenen Abschluss, der nicht mit dem EnW-Einzelabschluss zusammengerechnet werden darf.

Deckungsgrad

Verhältnis bestimmter Erträge zu den zugehörigen Aufwendungen, meist als Prozentwert.

Welche Erträge und Aufwendungen berücksichtigt werden, hängt von der angegebenen Definition ab. Ein Deckungsgrad kann auch Zuschüsse und interne Verrechnungen enthalten und ist deshalb nicht automatisch der Anteil, den Tickets oder Gebühren finanzieren.

Eigenkapital

Rechnerischer Rest des Vermögens nach Abzug der übrigen Passivposten.

Kommunales Eigenkapital ist kein Bankguthaben. Es steckt bilanziell auch in nicht kurzfristig verfügbaren Vermögenswerten wie Schulen, Straßen, Grundstücken und Beteiligungen.

Einzahlung und Auszahlung

Tatsächlicher Zugang oder Abgang von Zahlungsmitteln in der Finanzrechnung.

Einzahlungen erhöhen, Auszahlungen vermindern den Zahlungsmittelbestand. Die Begriffe sagen noch nichts darüber, ob zugleich ein Ertrag oder Aufwand entsteht.

BeispielDie Tilgung eines Kredits ist eine Auszahlung, aber kein Aufwand; der zugehörige Zins ist in der Regel Finanzaufwand.

Entwurf

Ein veröffentlichter, aber noch nicht abschließend geprüfter oder festgestellter Rechnungsstand.

Beim Jahresabschluss bedeutet Entwurf: Die Verwaltung hat die Rechnung aus den Buchungen des abgelaufenen Jahres aufgestellt, doch Prüfung und politischer Feststellungsbeschluss stehen noch aus. Die Zahlen können sich deshalb noch ändern.

WichtigEin Entwurf wird auf dieser Website nie als festgestelltes Ist bezeichnet.

EnW

EnW ist die Abkürzung der Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH im SWB-Verbund.

Die Gesellschaft versorgt Kundinnen und Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Ihr veröffentlichter Einzelabschluss fasst Energie und Wasser zusammen. Die betrieblichen Kosten und Erträge von Bonn-Netz, SWB Bus und Bahn und anderen Konzerngesellschaften sind darin nicht enthalten.

Erfolgsplan

Planung der Erträge und Aufwendungen einer gesondert rechnenden Einrichtung.

Ein Erfolgsplan beschreibt das erwartete wirtschaftliche Ergebnis. Er ist keine Liste der tatsächlichen Ein- und Auszahlungen. Im Bericht müssen Plan, bisheriges Ist und Hochrechnung voneinander getrennt werden.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Erträge minus Aufwendungen eines Unternehmens, bevor Ertragsteuern berücksichtigt werden.

Die Kennzahl stammt aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Neben den betrieblichen Erträgen und Aufwendungen fließen auch weitere Positionen wie das Finanzergebnis ein. Sie ist deshalb nicht immer identisch mit einer Differenz aus einzelnen, verkürzt dargestellten Summen.

Ergebnisrechnung

Sie zeigt den Ressourcenverbrauch eines Jahres: Erträge minus Aufwendungen.

Die Ergebnisrechnung funktioniert ähnlich wie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Entscheidend ist, welchem Jahr ein wirtschaftlicher Vorgang zugerechnet wird – nicht nur, wann Geld auf dem Konto eingeht oder abgeht. Deshalb enthält sie auch Vorgänge ohne Zahlung im selben Jahr, etwa Abschreibungen.

WichtigErgebnisrechnung und Finanzrechnung dürfen nicht zusammengerechnet werden.

Ertrag

Alles, was der Stadt in einem Jahr wirtschaftlich zugerechnet wird – zum Beispiel Steuern, Gebühren oder Zuschüsse.

Erträge erhöhen in der Ergebnisrechnung grundsätzlich das kommunale Eigenkapital. Sie können mit einer Einzahlung verbunden sein, müssen es aber nicht im selben Jahr sein.

BeispielDie Auflösung einer Rückstellung kann Ertrag sein, ohne dass Geld eingeht.

Finanzrechnung

Sie zeigt die tatsächlichen Ein- und Auszahlungen eines Jahres.

Die Finanzrechnung folgt dem Geldfluss. Sie umfasst laufende Zahlungen, Investitionen und Finanzierungsvorgänge wie Kreditaufnahmen und Tilgungen. Ein positiver Ergebnissaldo bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die liquiden Mittel im selben Umfang gestiegen sind.

WichtigEine Kreditaufnahme ist eine Einzahlung, aber kein Ertrag.

Fortgeschriebener Ansatz

Der im Jahresverlauf aktualisierte Haushaltsansatz gegenüber dem ursprünglichen Plan.

Er kann etwa Ermächtigungsübertragungen sowie bewilligte Änderungen berücksichtigen. Deshalb beantwortet ein Vergleich mit dem ursprünglichen Plan eine andere Frage als der Vergleich mit dem fortgeschriebenen Ansatz.

Gewinnabführung

Übertragung eines Unternehmensergebnisses an die übergeordnete Gesellschaft auf Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrags.

Im Einzelabschluss der EnW wird die Gewinnabführung nach dem Ergebnis vor Ertragsteuern ausgewiesen. Sie ist keine betriebliche Aufwandsart wie Material oder Personal und darf deshalb nicht in deren Summe eingerechnet werden.

Haushaltssperre

Eine Beschränkung der Bewirtschaftung von Haushaltsmitteln zur Sicherung des Haushalts.

Welche Aufwendungen oder Auszahlungen betroffen sind und welche Ausnahmen gelten, ergibt sich aus der konkreten Verfügung. Eine Sperre bedeutet nicht, dass alle Leistungen eingestellt sind oder alle Planansätze bereits eingespart wurden.

Infrastrukturvermögen

Grund und Boden, Brücken, Kanalisation, Straßen und sonstige Infrastruktur.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Investition

Ausgabe für einen Vermögenswert, der der Stadt längerfristig dient.

Der Kauf oder Bau wird in der Bilanz als Vermögen erfasst und in der Finanzrechnung als Investitionsauszahlung gezeigt. In der Ergebnisrechnung erscheint meist nicht sofort der volle Betrag, sondern über die Nutzungsdauer verteilt die Abschreibung.

BeispielDer Bau einer Schule ist eine Investition; laufende Reinigung ist Sachaufwand.

Investitionssaldo

Einzahlungen aus Investitionstätigkeit abzüglich der zugehörigen Auszahlungen.

Ein negativer Investitionssaldo bedeutet, dass die investiven Auszahlungen höher sind als die investiven Einzahlungen. Das ist ein Finanzierungsbedarf, aber kein Verlust in der Ergebnisrechnung. Kreditaufnahme und Tilgung werden separat in der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Jahresergebnis

Saldo der Ergebnisrechnung nach ordentlichem, Finanz- und außerordentlichem Ergebnis.

Übersteigen die Erträge die Aufwendungen, entsteht ein Überschuss. Übersteigen die Aufwendungen die Erträge, entsteht ein Fehlbetrag. Das Jahresergebnis verändert grundsätzlich das Eigenkapital.

Kunstgegenstände und Kulturdenkmäler

Bilanzwert; kultureller oder Marktwert kann davon erheblich abweichen.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Maschinen, technische Anlagen und Fahrzeuge

Bewegliche technische Anlagen und Fahrzeuge im Kernhaushalt.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

MVA

MVA steht für die Müllverwertungsanlage Bonn GmbH im SWB-Verbund.

Die MVA behandelt Abfälle thermisch und nutzt die dabei entstehende Energie. Ihr Einzelabschluss umfasst den Anlagenbetrieb, aber nicht die Abfallsammlung und die übrigen Aufgaben von bonnorange oder andere SWB-Gesellschaften.

Operativer Cashflow

Saldo der Ein- und Auszahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit.

Er zeigt, ob die laufenden Einzahlungen die laufenden Auszahlungen decken. Ein negativer Saldo bedeutet einen Zahlungsmittelbedarf im laufenden Betrieb. Abschreibungen gehören als nicht zahlungswirksamer Aufwand nicht dazu. Der Cashflow ist deshalb nicht mit dem Jahresergebnis gleichzusetzen.

Plan und Ist

Plan ist die politisch beschlossene Erwartung. Ist zeigt, was später tatsächlich gebucht wurde.

Ein Planwert ist ein Ansatz für ein Haushaltsjahr: Er erlaubt der Verwaltung, Mittel in diesem Rahmen zu bewirtschaften, garantiert aber weder Einnahmen noch Ausgaben. Der Ist-Wert stammt aus der Rechnung für das abgelaufene Jahr. Für einen fairen Vergleich müssen Jahr, Rechnungsart und Abgrenzung identisch sein.

BeispielPlan 2025 und Ist 2024 beantworten verschiedene Fragen. Ein Plan-Ist-Vergleich ist erst innerhalb desselben Haushaltsjahres aussagekräftig.

WichtigEine Abweichung ist nicht automatisch gut oder schlecht. Sie kann etwa durch verschobene Projekte, höhere Fallzahlen oder unerwartete Steuereinnahmen entstehen.

Prognose

Eine aktualisierte Erwartung während oder nach der Planung – weder beschlossener Plan noch festgestelltes Ist.

Eine Prognose verarbeitet neuere Erkenntnisse, zum Beispiel zum Steueraufkommen oder Baufortschritt. Sie muss mit Stichtag und Quelle gekennzeichnet sein, weil sie sich laufend verändern kann.

Rechnungsabgrenzung

Zahlungen rund um den Jahreswechsel, die einem anderen Rechnungsjahr zugeordnet werden.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzung sorgen dafür, dass Zahlungen wirtschaftlich dem richtigen Zeitraum zugerechnet werden.

Restbuchwert

Der nach Wertminderungen noch in der Bilanz ausgewiesene Wert eines Vermögensgegenstands.

Ausgangspunkt sind die bilanzierten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Abgezogen werden insbesondere bisherige Abschreibungen. Ein niedriger Restbuchwert bedeutet nicht, dass das Objekt nutzlos ist oder zu diesem Preis verkauft werden könnte.

Rückstellungen

Verpflichtungen, deren genaue Höhe oder Fälligkeit noch unsicher ist.

Rückstellungen werden für wirtschaftlich bereits verursachte Belastungen gebildet, zum Beispiel für Pensionen. Sie sind von feststehenden Verbindlichkeiten zu unterscheiden.

Sachanlagen

Körperliche Vermögenswerte, die der Stadt längerfristig dienen.

Hierzu gehören Grundstücke, Gebäude, Straßen, Fahrzeuge, technische Anlagen und Ausstattung. Die Bilanz weist Buchwerte aus. Diese können deutlich von heutigen Marktwerten oder Wiederbeschaffungskosten abweichen.

Sonderposten

Vor allem Zuschüsse und Beiträge für städtische Vermögenswerte.

Sonderposten bilden erhaltene Investitionszuschüsse und Beiträge auf der Passivseite ab. Sie werden passend zur Nutzung der finanzierten Vermögenswerte über die Zeit aufgelöst.

Sondervermögen

Organisatorisch oder rechnungsmäßig getrennt geführtes Vermögen der Kommune.

Bei eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen können Gebäude und andere Vermögenswerte außerhalb der detaillierten Kernbilanz geführt werden. In der Kernbilanz erscheint dann ein Beteiligungs- oder Sondervermögenswert. Die einzelnen Gebäude dürfen nicht nochmals zu diesem Wert addiert werden.

SSB

Die SSB, vollständig Elektrische Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises GmbH, ist eine Verkehrsgesellschaft im Bonner Stadtwerkeverbund.

Die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH hält laut Beteiligungsbericht 50,1 Prozent der SSB. Im Materialaufwand der SWB-Verkehrsgesellschaft können deshalb auch Leistungen und weitergegebene Erlöse an die SSB enthalten sein.

Städtisches Gebäudemanagement Bonn (SGB)

Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung für einen großen Teil der städtischen Gebäude in Bonn.

Das SGB berichtet mit eigenem Erfolgs- und Vermögensplan. Schulgebäude, die dort bilanziert werden, erscheinen nicht zugleich als Schulgebäude im Kernhaushalt. Deshalb müssen Kernhaushalt und SGB-Berichte getrennt gelesen werden.

TEUR

Abkürzung für Tausend Euro; eine Einheit, keine zusätzliche Genauigkeitsangabe.

Ein Wert von 1 TEUR entspricht 1.000 Euro. Wird eine Quelle in Tausend Euro gerundet veröffentlicht, erzeugt eine Umrechnung in Euro keine genaueren Ausgangsdaten. Quelle und Rundungsstand bleiben maßgeblich.

Umlaufvermögen

Kurzfristiger gebundene Vermögenswerte wie Forderungen und liquide Mittel.

Das Umlaufvermögen umfasst verschiedene Positionen und darf deshalb nicht mit dem Bankguthaben der Stadt gleichgesetzt werden.

Unbebaute Grundstücke und Rechte

Darin vor allem Grünflächen sowie weitere unbebaute Grundstücke.

Diese Position beschreibt einen Teil der Sachanlagen. In der kommunalen Bilanz steht der Buchwert am jeweiligen Stichtag, nicht automatisch ein Marktpreis oder heutiger Neubauwert. Entscheidend ist, welche Objekte im Kernhaushalt bilanziert sind; Vermögen städtischer Unternehmen ist davon getrennt.

BeispielDie Bonner Vermögensübersicht für 2024 verwendet die festgestellte Kernbilanz und den zugehörigen Anhang.

Verbindlichkeiten

Am Bilanzstichtag bestehende Zahlungsverpflichtungen der Stadt.

Zu den Verbindlichkeiten gehören Kredite, noch nicht bezahlte Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen aus Transferleistungen und weitere fällige Zahlungen. Rückstellungen werden getrennt ausgewiesen, weil Höhe oder Fälligkeit dort noch unsicher sein können.

Vermögensplan

Planung von Investitionen und ihrer Finanzierung für eine gesondert rechnende Einrichtung.

Der Vermögensplan wird neben dem Erfolgsplan gezeigt. Seine Investitions- und Finanzierungsbeträge sind keine zusätzlichen laufenden Aufwendungen und dürfen deshalb nicht einfach mit dem Erfolgsplan addiert werden.

Erträge

Aktivierte Eigenleistungen

Eigene Arbeit der Stadt, die einen langfristigen Vermögenswert schafft und deshalb aktiviert wird.

Arbeiten städtische Beschäftigte etwa an Planung oder Bau eines eigenen Vermögenswerts, werden die zugehörigen Aufwendungen durch einen Ertrag neutralisiert und dem Wert des Vermögens zugerechnet. Es fließt dadurch kein Geld von außen zu.

Bestandsveränderungen

Wertänderungen bei noch nicht fertiggestellten oder fertigen eigenen Erzeugnissen.

Diese Position ist bei Kommunen meist deutlich kleiner als in produzierenden Unternehmen. Sie bildet ab, dass hergestellte Werte und ihr Ressourcenverbrauch unterschiedlichen Jahren zugerechnet werden können.

Finanzerträge

Erträge aus Geldanlagen, Forderungen und Beteiligungen.

Typische Finanzerträge sind Zinsen, Gewinnanteile und Ausschüttungen aus Beteiligungen. Sie gehören zum Finanzergebnis der Ergebnisrechnung – nicht zu den ordentlichen Erträgen einer einzelnen kommunalen Aufgabe.

BeispielEine Ausschüttung eines städtischen Beteiligungsunternehmens kann Finanzertrag sein.

Kostenerstattungen und Kostenumlagen

Ersatz für Kosten, die Bonn für eine andere Stelle oder gemeinsam mit ihr getragen hat.

Erstattet werden konkrete Aufwendungen oder vereinbarte Kostenanteile, etwa durch Bund, Land, andere Kommunen oder verbundene Einrichtungen. Das ist etwas anderes als eine allgemeine Zuweisung.

ÖDA-Ausgleich

Ausgleich für gemeinwirtschaftliche Verkehrsleistungen aus einem öffentlichen Dienstleistungsauftrag.

Der öffentliche Dienstleistungsauftrag legt fest, welche Verkehrsleistungen SWB und SSB für Bonn erbringen. Reichen die übrigen Finanzierungsmittel dafür nicht aus, können Ausgleichsleistungen gewährt werden. Im Beteiligungsbericht 2024 sind diese Ausgleichsleistungen Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge, werden dort aber nicht mit einem aktuellen Einzelbetrag ausgewiesen.

Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte

Gebühren und Beiträge für Leistungen auf öffentlich-rechtlicher Grundlage.

Die Stadt erhebt sie aufgrund von Gesetzen oder Satzungen. Dazu können Verwaltungsgebühren, Benutzungsgebühren und Beiträge gehören.

BeispielGebühren für Abfallentsorgung oder bestimmte Verwaltungsleistungen.

Privatrechtliche Leistungsentgelte

Entgelte aus Verträgen, bei denen die Stadt wie ein privater Marktteilnehmer handelt.

Dazu zählen je nach städtischer Buchung beispielsweise Mieten, Pachten, Eintrittsgelder oder Verkaufserlöse. Anders als Gebühren beruhen sie nicht auf einem öffentlich-rechtlichen Gebührentatbestand.

Sonstige betriebliche Erträge

Betriebliche Erträge, die nicht zu den Umsatzerlösen gehören.

Bei der SWB-Verkehrsgesellschaft umfasst diese Sammelposition unter anderem Ausgleichszahlungen und Zuschüsse. Der ÖDA-Ausgleich ist bereits darin enthalten und darf nicht zusätzlich addiert werden.

Sonstige ordentliche Erträge

Sammelzeile für regelmäßige Erträge, die keiner spezielleren Ertragsart zugeordnet sind.

Dazu können Bußgelder, Säumniszuschläge, Konzessionsabgaben sowie die Auflösung von Rückstellungen oder Sonderposten gehören. Weil die Zeile sehr unterschiedliche Vorgänge bündelt, erklären erst Anhang und Detailkonten ihre Zusammensetzung.

Wichtig„Sonstig“ bedeutet nicht automatisch unwichtig oder einmalig.

Sonstige Transfererträge

Rückflüsse und Ersatzleistungen im Sozial- und Transferbereich.

Hier werden Erträge ohne direkte Gegenleistung erfasst, die nicht Steuern oder Zuwendungen sind – etwa Erstattungen von Sozialleistungsträgern, Kostenbeiträge oder der Übergang von Unterhaltsansprüchen.

Steuern und ähnliche Abgaben

Kommunale Steuern sowie gesetzlich zugewiesene Anteile an Gemeinschaftsteuern.

Dazu gehören insbesondere Gewerbesteuer, Grundsteuer sowie Bonns Anteile an Einkommen- und Umsatzsteuer. Steuern werden grundsätzlich ohne Anspruch auf eine konkrete Gegenleistung erhoben.

WichtigAus der Ertragszeile lässt sich keine direkte Finanzierung einer einzelnen Aufgabe ableiten.

Umsatzerlöse

Erlöse aus den gewöhnlichen Leistungen eines Unternehmens.

Bei einem Verkehrsunternehmen können dazu Fahrgelder und weitere verkehrsbezogene Erlöse gehören. Der Beteiligungsbericht der SWB-Verkehrsgesellschaft weist die Fahrgelder innerhalb der Umsatzerlöse nicht als eigene Zahl aus.

Zuwendungen und allgemeine Umlagen

Geld von Land, Bund, EU oder anderen öffentlichen Stellen – teils frei nutzbar, teils für einen bestimmten Zweck.

Zuwendungen sind Mittel etwa von Land, Bund oder EU. Dazu zählen allgemeine Zuweisungen wie Schlüsselzuweisungen und zweckbezogene Förderungen. Allgemeine Umlagen sind Zahlungen zwischen öffentlichen Körperschaften, die nicht als Entgelt für eine konkrete Leistung erfolgen. Die amtliche Ergebnisrechnung fasst beides in einer Zeile zusammen.

BeispielEine Landesförderung für ein konkretes Bauprojekt ist zweckgebunden; eine Schlüsselzuweisung stärkt den allgemeinen Haushalt.

Aufwendungen

Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

Laufender Verbrauch und eingekaufte Leistungen für den Betrieb der Stadt.

Hierzu können Energie, Gebäude- und Straßenunterhaltung, Material, Schülerbeförderung oder beauftragte Dienstleistungen gehören. Welche Posten enthalten sind, hängt vom Kontenplan und der konkreten Aufgabe ab.

Bilanzielle Abschreibungen

Auf die Nutzungsjahre verteilter Wertverlust von Vermögen.

Gebäude, Straßen, Fahrzeuge oder Ausstattung werden über ihre erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung zeigt den Ressourcenverbrauch in der Ergebnisrechnung; die Zahlung erfolgte meist schon beim Kauf oder Bau.

BeispielKostet ein Fahrzeug 100.000 Euro und wird über zehn Jahre gleichmäßig abgeschrieben, entstehen vereinfacht 10.000 Euro Aufwand pro Jahr.

WichtigEine Abschreibung ist im Abschreibungsjahr keine Auszahlung.

Globaler Minderaufwand

Eine pauschale Einsparannahme im Plan, die noch keiner einzelnen Aufgabe zugeordnet ist.

Der globale Minderaufwand verbessert das geplante Jahresergebnis rechnerisch. Er ist keine bereits umgesetzte Kürzung einer bestimmten Leistung und darf nicht wie eine konkrete Aufwandszeile behandelt werden.

Personalaufwendungen

Löhne, Gehälter und Sozialabgaben für aktive Beschäftigte der Stadt.

Dazu gehören die Vergütung von Tarifbeschäftigten, Dienstbezüge aktiver Beamtinnen und Beamter, Arbeitgeberanteile und personalbezogene Rückstellungen. Die Zahl genehmigter Stellen ist nicht dasselbe wie Personalaufwand.

Sonstige ordentliche Aufwendungen

Sammelzeile für laufende Aufwendungen, die keiner spezielleren Aufwandsart zugeordnet sind.

Dazu können je nach Kontierung Mieten, Versicherungen, Geschäftsaufwand, Prüfungs- und Beratungskosten, Wertberichtigungen oder Steuern gehören. Die genaue Zusammensetzung steht erst in den Detailnachweisen.

Transferaufwendungen

Leistungen an andere, ohne dass Bonn dafür eine gleichwertige konkrete Gegenleistung erhält.

Dazu gehören je nach Aufgabe Sozialtransfers, Zuschüsse an Träger und Vereine sowie Umlagen an andere öffentliche Körperschaften. Die Stadt erfüllt damit gesetzliche Aufgaben, fördert Angebote oder beteiligt sich an gemeinschaftlich finanzierten Aufgaben.

WichtigTransferaufwand bedeutet nicht, dass das Geld ohne Zweck ausgegeben wird – sondern dass kein unmittelbarer Leistungstausch mit der Stadt vorliegt.

Versorgungsaufwendungen

Pensionen, Beihilfen und Vorsorge für ehemalige Beamtinnen und Beamte.

Die Position betrifft vor allem Versorgungsempfänger und die Veränderung zugehöriger Rückstellungen. Sie ist deshalb von den Personalaufwendungen für aktive Beschäftigte getrennt.

Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen

Kosten der Finanzierung, vor allem Kreditzinsen.

Dazu gehören Zinsen und weitere Aufwendungen aus Krediten oder ähnlichen Finanzgeschäften. Die Rückzahlung des Kreditbetrags selbst ist dagegen eine Finanzierungsauszahlung und kein Aufwand.

Verwaltung und Haushalt

Allgemeine Finanzwirtschaft

Zentrale Finanzpositionen, die keiner einzelnen Fachaufgabe sinnvoll zugeordnet werden.

Im Produktbereich 16 werden typischerweise Steuern, allgemeine Zuweisungen, Umlagen sowie Finanzierungspositionen gebündelt. Das ist ein buchhalterischer Aufgabenbereich und kein Amt, das diese Beträge für sich verbraucht.

Änderung eigener Finanzmittel

Veränderung der eigenen Zahlungsmittel im betrachteten Zeitraum.

Die Finanzrechnung leitet diese Veränderung aus Einzahlungen und Auszahlungen ab. Sie erklärt die Veränderung des Geldbestands und unterscheidet sich vom Ergebnis aus Erträgen und Aufwendungen.

Beamtinnen und Beamte

Beschäftigte in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis.

Ihre Stellen werden im Stellenplan getrennt von den Stellen der Tarifbeschäftigten ausgewiesen. Die geplanten Stellen sind von der tatsächlichen Personalbesetzung zu unterscheiden.

Bilanzsumme

Gesamtsumme der Aktivseite beziehungsweise der gleich hohen Passivseite einer Bilanz.

Auf der Aktivseite stehen Vermögenswerte, auf der Passivseite Eigenkapital und weitere Finanzierungsposten. Die Bilanzsumme ist kein verfügbarer Geldbetrag.

Fehlbetrag vor Finanzierung

Negativer Saldo der laufenden Zahlungen und Investitionszahlungen vor Finanzierungsvorgängen.

Der Fehlbetrag zeigt den rechnerischen Finanzierungsbedarf aus laufender Tätigkeit und Investitionen. Er ist ein Zahlungsstrom und nicht mit dem Jahresfehlbetrag der Ergebnisrechnung gleichzusetzen.

Hochrechnung

Eine Schätzung für einen längeren Zeitraum auf Basis des bisher bekannten Verlaufs.

Eine Hochrechnung für das Gesamtjahr nutzt unterjährige Buchungen und weitere Annahmen. Sie bleibt eine Prognose und ist weder der ursprünglich beschlossene Plan noch ein festgestellter Jahresabschluss.

Innere Verwaltung

Zentrale Aufgaben, die Rat und Verwaltung arbeitsfähig machen.

Der verbindliche Produktbereich 01 umfasst unter anderem politische Gremien und Verwaltungsführung, zentrale Organisation, Personal- und Finanzverwaltung, IT, Gebäudedienste und Rechnungsprüfung. Diese Leistungen unterstützen viele Fachaufgaben gleichzeitig und sind deshalb nicht bloß „Bürokratie ohne Leistung“.

BeispielEine zentrale IT-Lösung kann unter Innerer Verwaltung gebucht sein, obwohl Schulen, Jugendamt und Feuerwehr sie nutzen.

Interne Leistungsbeziehungen

Rechnerische Verteilung stadtinterner Leistungen auf die nutzenden Aufgaben.

Erbringt eine zentrale Stelle Leistungen für andere Ämter, können interne Erträge und Aufwendungen verrechnet werden. So wird der vollständige Ressourcenverbrauch einer Aufgabe sichtbar, ohne dass Geld die Stadt verlässt oder von außen eingeht.

WichtigInterne Verrechnungen dürfen nicht noch einmal zu den externen Erträgen und Aufwendungen des Gesamthaushalts addiert werden.

Investitionskredite

Langfristige Kredite zur Finanzierung kommunaler Investitionen.

Investitionskredite finanzieren Vermögenswerte wie Schulen, Straßen oder Fahrzeuge. Die Kreditaufnahme ist eine Einzahlung der Finanzrechnung und erhöht zugleich die Verbindlichkeiten; sie ist kein Ertrag.

Kernverwaltung und Konzern Stadt

Die Stadtverwaltung im engeren Sinn ist nicht dasselbe wie die Stadt samt Beteiligungen.

Der Kernhaushalt umfasst die rechtliche Kommune. Städtische Unternehmen und verselbstständigte Aufgabenbereiche können eigene Abschlüsse haben. Ein Gesamtabschluss führt einbezogene Einheiten nach Konsolidierungsregeln zusammen. Zahlen beider Abgrenzungen sind nicht ohne Weiteres vergleichbar.

Kreditschulden

Offene Rückzahlungsverpflichtungen aus aufgenommenen Krediten.

Investitionskredite finanzieren Investitionen; Liquiditätskredite sichern die Zahlungsfähigkeit. Welche Einheiten einbezogen sind, etwa Kernverwaltung oder Beteiligungen, muss beim Vergleich gleich abgegrenzt sein.

Liquide Mittel

Unmittelbar verfügbare Zahlungsmittel wie Bankguthaben und Kassenbestand.

Liquide Mittel zeigen den Geldbestand am Bilanzstichtag. Sie sind weder das gesamte Vermögen noch automatisch frei verfügbar, weil fällige Zahlungen und Bindungen zu berücksichtigen sind.

Liquiditätskredite

Kredite zur Überbrückung fehlender Zahlungsmittel.

Liquiditätskredite sichern kurzfristig die Zahlungsfähigkeit, wenn laufende Einzahlungen und Auszahlungen zeitlich oder dauerhaft auseinanderfallen. Sie schaffen kein zusätzliches Eigenkapital.

Nominal und preisbereinigt

Nominale Zeitreihen zeigen damalige Eurobeträge; preisbereinigte Reihen berücksichtigen Inflation.

Diese Website kennzeichnet ihre Zeitreihen als nominal. Ein höherer Betrag in einem späteren Jahr bedeutet deshalb nicht automatisch, dass real mehr Leistungen finanziert werden konnten.

Pro Kopf

Betrag geteilt durch eine klar bezeichnete Bevölkerungszahl desselben Jahres.

Pro-Kopf-Werte erleichtern Größenvergleiche, erklären aber weder Bedarf noch Effizienz. Melderegisterbevölkerung und amtliche Bevölkerungsfortschreibung können unterschiedliche Abgrenzungen und Werte haben.

Produktbereich, Produktgruppe und Produkt

Hierarchie, mit der der Haushalt nach kommunalen Aufgaben gegliedert wird.

Produktbereiche sind die groben, landesweit vorgegebenen Aufgabenfelder. Bonn unterteilt sie in Produktgruppen und teils weiter in Produkte. Diese Sicht beantwortet „Für welche Aufgabe?“, während Ertrags- und Aufwandsarten „Welche Art von Betrag?“ beantworten.

BeispielKinder-, Jugend- und Familienhilfe ist ein Produktbereich; darunter liegen konkretere Aufgaben.

SAP

Ein Softwaresystem, mit dem unter anderem Buchungen und Haushaltsberichte verarbeitet werden.

Das System ist nicht selbst die Rechnungsart. Die Berichtsdefinition bestimmt, ob ein Wert Aufwand, Ertrag, Einzahlung oder Auszahlung ist. In manchen SAP-Auswertungen werden Erträge negativ und Aufwendungen positiv dargestellt; diese Vorzeichen müssen beim Lesen beachtet werden.

Stellenplan

Plan der genehmigten Stellen einer Verwaltung, häufig in Vollzeitanteilen ausgewiesen.

Eine geplante Stelle ist keine tatsächlich beschäftigte Person. Teilzeit, unbesetzte Stellen und unterschiedliche Abgrenzungen können dazu führen, dass Stellenzahl und Beschäftigtenzahl voneinander abweichen.

Steuerlicher Querverbund

Steuerlich anerkannte Verrechnung von Gewinnen und Verlusten verbundener kommunaler Tätigkeiten.

Der Querverbund kann die steuerliche Belastung im Unternehmensverbund beeinflussen. Aus ihm folgt keine direkte Zweckbindung, wonach ein bestimmter Ertrags-Euro eine bestimmte Verkehrsleistung finanziert.

Tarifbeschäftigte

Beschäftigte der Stadt mit einem Arbeitsvertrag und tariflich geregelten Arbeitsbedingungen.

Im Stellenplan werden ihre Stellen getrennt von den Beamtenstellen geführt. Stellenanteile geben den geplanten Beschäftigungsumfang an, nicht die Zahl tatsächlich beschäftigter Personen.

Zuschussbedarf

Betrag, um den die zugeordneten Aufwendungen die Erträge einer Aufgabe übersteigen.

Die genaue Abgrenzung hängt vom Bericht ab, etwa vor oder nach interner Verrechnung. Ein Zuschussbedarf im Kernhaushalt ist nicht automatisch ein ausgezahlter Zuschuss an ein Unternehmen.

Zweckbindung

Rechtliche oder förderrechtliche Vorgabe, Mittel nur für einen bestimmten Zweck zu verwenden.

Zweckbindungen müssen sich aus einer belastbaren Grundlage ergeben, etwa Gesetz, Förderbescheid oder Satzung. Getrennte Listen von Erträgen und Aufwendungen beweisen noch nicht, welcher Euro welche Aufgabe finanziert.

WichtigEin allgemeines Flussdiagramm von Steuerarten zu Aufgaben würde eine nicht belegte Zweckbindung suggerieren.